Weinland Italien

Weinland ItalienUnzählige Lagen und Kleinklimazonen, die sich von den Alpen im Norden (Trentino - Alto-Adige) bis tief in die heißen Zonen im Süden (Sizilien) erstrecken, bieten Raum und Voraussetzungen für eine kaum überschaubare Vielfalt an Rebsorten und höchst unterschiedliche Erträge. Aus nur vier großen Weinbauregionen, Sizilien, Apulien, Venetien und der Emilia-Romagna, kommt heute über die Hälfte der gesamten Erzeugung des Landes. Die Weinvielfalt Italiens scheint aber beinahe unendlich. Jedes Weingut und jede Region – von den Alpen im Norden bis zu den italienischen Inseln im Süden – geben den Weinen individuellen Charakter, Aromen- und Geschmacksvielfalt. Wie unterschiedlich die vielen Weinregionen Italiens sind erfahren Sie auf dieser Seite.

Bekannte Weinanbaugebiete in Italien sind:

Abruzzen

Abruzzen ist ein ertragreiches Weinbaugebiet, das östlich von Rom an der Adria liegt. Ein Großteil der dort erzeugten Weine ist nur von lokaler Bedeutung. Über die Grenzen hinaus ist beispielsweise der beachtenswerte Montepulciano d'Abruzzo bekannt. In unserer Kategorie Weine Abbruzen finden Sie unsere Flaschenweine aus dieser Region.
 

Apulien

Die Halbinsel Salento im Süden von Apulien zwischen Taranto im Norden und Lecce im Süden breitet sich über ca. 100 km aus und wird „Stöckel des Stiefels“ genannt. Dank der Wasserreserven und des Klimas mit den wichtigen Tag/Nacht-Temperaturschwankungen gilt diese Zone als ausgezeichnete Weinbaugegend in Apulien. Hier wird schon seit den Zeiten der alten Griechen Wein angebaut. Die wichtigsten Rebsorten sind Negroamaro, Malvasia Nera und Primitivo.
 

Emiglia-Romagna

Emilia Romagna ist eine Norditalienische Region, die Weine aus dieser Region fallen vor allem durch Ihre Quantität auf. Der Lambrusco kommt aus den Provinzen Mòdena und Reggio im Emilia-Romagnagebiet gelegen. Friaul Das 'Grave' im Friaul umfasst ein Gebiet von 7000 ha, dort wo der Fluss Tagliamento die Provinzen Udine und Pordenone durchströmt. Die Region ist durch steinige, kieselhaltige Boden gekennzeichnet, die positive Eigenschaften für den Weinbau haben: tagsüber wird Licht und Wärme reflektiert, notwendig für die Reifung der Trauben, nachts wird die gespeicherte Wärme gleichmäßig abgegeben. Dies ist besonders in Spätsommernächten wichtig, damit die Trauben viele Aromastoffe bilden.

Friaul

Das 'Grave' im Friaul umfasst ein Gebiet von 7000 ha, dort wo der Fluss Tagliamento die Provinzen Udine und Pordenone durchströmt. Die Region ist durch steinige, kieselhaltige Boden gekennzeichnet, die positive Eigenschaften für den Weinbau haben: Tagsüber wird Licht und Wärme reflektiert, notwendig für die Reifung der Trauben, nachts wird die gespeicherte Wärme gleichmäßig abgegeben. Dies ist besonders in Spätsommernächten wichtig, damit die Trauben viele Aromastoffe bilden.
 

Kampanien

Um die bekannte Stadt Neapel herum liegt die Weinregion Kampanien, die auf eine jahrtausende alte Geschichte des Weinanbaus zurückblicken kann. Hier werden auf knapp 30.000 Hektar Reben angebaut, viele bestockt mit alten Rebsorten wie Aglianico oder Fiano.
 

Piemont

Die Weinbauregion Piemont liegt im Nordwesten Italiens, die Hauptstadt ist Turin. Piemonteser Weine zählen zu den hochwertigsten Italiens. Die Tortoneser Hügellandschaft, - nördlichster Ausläufer des Apennin -, gehört zur Provinz Alexsandria. Der Weinbau in dieser Region wird seit etwa 1 200 Jahren betrieben. Mit ca. 1 100 ha Weinbaufläche zählt das Colli Tortonesi zu den kleinen Weinbaubereichen im Piemont. Die Weinberge ziehen sich die steilen Hänge bis an die Waldränder hinauf. Sie gehen an die Grenze der mit Reben bepflanzbaren Höhen heran und erhalten sich dadurch jene prestigevolle und vorherrschende Stellung, die ihnen in diesem Hügelland seit Jahrhunderten zukommt. Dank der besonderen klimatischen Bedingungen, bei denen sich strahlend schöne Tage mit anderen abwechseln, an denen der Himmel wolkenverhangen ist, gedeihen die Weine prächtig. Und nicht zuletzt entstehen die Weine aus der genialen Intuition des Menschen, der alle Komponenten harmonisch zu vereinigen versteht.
 

Sizilien

Sizilien ist, auch wenn wenig bekannt, das mit Abstand größte Anbaugebiet in Italien. Fast 130.000 Hektar Reben sind hier im Ertrag, und erst seit Mitte der 90er Jahre geht auf der größten Mittelmeerinsel so etwas wie eine Renaissance vor sich. Schon im 8. Jahrhundert vor Christus begannen die Griechen, die die Insel kolonisierten, hier mit dem Weinbau und bis auf die Erfindung des Marsala – eines aufgespriteten Weines, der ein wenig an Sherry erinnert – hörte man nicht viel von den Weinen dieser wunderschönen Insel. Dies hat sich zum Glück geändert und nun gibt es eine Vielzahl von ambitionierten und erfolgreichen Weingütern. Die Weinberge Siziliens liegen auf bis zu 900 Meter Höhe, das weite Land ist von trockenen, heißen Sommern geprägt. Die Böden sind zumeist vulkanischen Ursprungs und dabei recht mager, was für die Erzeugung hochwertiger Rotweine durchaus positiv ist.
 

Südtriol

Südtirol – in Italien Alto Adige genannt – ist mit Sicherheit eine der innovativsten und vielseitigsten Weinbauregionen Italiens. Die vielen kleinen Täler, an deren steilen Hängen oder kleinen Terrassen die Bauern ihre Weinberge haben, bieten ausgezeichnete Bedingungen für die Erzeugung verschiedenster Traubensorten und Weinstile. Vom leichten und spritzigen Weißen über die klassischen Rotweine aus Vernatsch und Lagrein, bis hin zu körperreichen Cabernet Sauvignon und hocharomatischen Gewürztraminern, wohl fast nirgendwo ist die Vielfalt so groß wie hier. Ein Großteil des Südtiroler Weines wird durch Genossenschaften vermarktet, an welche die Weinbauern ihre Trauben liefern. An kaum einem anderen Ort ist dieses System qualitativ so erfolgreich wie hier.
 

Toskana

Die Toscana ist eine mittelitalienische Region mit der Hauptstadt Florenz und einem großen Weinbaugebiet mit ca. 70.000 ha Rebfläche. 90 % der Qualitätsweine sind Rotweine. Montepulciano eine alte Stadt etruskischen Ursprungs, liegt ca. 40 km südöstlich von Siena in der Toscana. Ursprünglich wurde der Vino Nobile nur bei Banketten des Adels gereicht, darum wurde er auch der "noble" Wein genannt. Vino Nobile erhielt als erster Wein Italiens im Jahre 1980 das Prädikat DOCG (Denominazione die Origine Controllata e Garantita).

Toskana | Maremma

Die Maremma ist ein ehemaliges Sumpfgebiet im Südwesten der Toskana, rund um das Städtchen Grosseto. Einen großen Aufschwung erlebte dieses Gebiet, weil viele sehr renommierte Weinerzeuger hier Weingüter aufbauten, um neue Spitzenweine zu erzeugen. Inzwischen werden in dieser malerischen Landschaft einige tausend Hektar Reben kultiviert, die sehr geschätzte Weine hervorbringen.
 

Umbrien

Umbrien mit seinen gut 16.000 Hektar Reben liegt im Herzen Italiens und grenzt im Nordosten, wo sich auch der berühmte Trasimener See befindet, an die Toskana. Schon die Etrusker und die Römer haben hier Weinbau betrieben – in einem der wenigen Weinbaugebiete Italiens, das keinen direkten Zugang zum Meer hat. Die Wintermonate sind hier sehr regenreich, die Sommer heiß und trocken. Die Böden sind hauptsächlich kalkhaltige Lehm- und Sandböden, die sich gut für die Landwirtschaft eignen.
 

Venetien / Veneto

Venetien ist die historisch, wie auch gegenwärtig bedeutende Weinbauregion in Norditalien und erstreckt sich westwärts bis zum Gardasee und nordwärts bis zu den Alpen und der österreichischen Grenze. Seine Hauptstadt ist die Lagunenstadt Venedig. Die venetischen Voralpen trennen Venetien vom Trentino. Von der Natur mit einzigartigen Schönheiten ausgestattet, vom prächtigen Gardasee bis zu den stolzen Berggipfeln kann diese Region mit ihren prachtvollen Denkmälern, z. B. die Basilika Palladina von Vicenza, mit Städten wie das herrliche Venedig, Treffpunkt von Künstlern höchsten Niveaus und Verona mit seinen mittelalterlichen Straßen, Plätzen und Bauten sowie dem antiken Amphitheater sicher zu den interessanten Regionen Italiens gezählt werden. Venetien ist ein beneidenswert fruchtbares Land. Mit rund 80 000 ha Rebfläche gehört dieses Anbaugebiet zu den vier großen Weinbauregionen Italiens. Im Osten der Region liegt Conegliano, das für sich in Anspruch nehmen darf, nationales Zentrum der Weinbauforschung und Technologie zu sein. Hier im Umland von Conegliano findet man auch die Prosecco–Traube, heute Glera genannt, aus der bemerkenswerte Perl- und Schaumweine erzeugt werden.